Eine gute Geschäftsidee beginnt nicht mit einem Logo und nicht mit der Frage, was gerade modern ist. Sie beginnt mit einer wertvollen Fähigkeit und einem Problem, das konkrete Menschen tatsächlich lösen möchten. Nach einer bewegten Lebensphase verfügst du über Erfahrungswissen, das dir selbstverständlich vorkommen kann, für andere aber außerordentlich wertvoll ist. Gerade diese selbstverständlichen Fähigkeiten verdienen einen zweiten Blick.
Sammle Situationen, in denen Menschen dich um Rat, Einordnung, Kontakte, Verhandlung, Organisation, Führung oder praktische Lösungen bitten. Frage dich, welches Ergebnis nach deiner Mitwirkung leichter, schneller, sicherer oder erfolgreicher entsteht. Aus diesem Ergebnis kann ein Angebot werden: Beratung, Schulung, Begleitung, Vermittlung, Projektsteuerung, Vertriebsunterstützung oder eine klar begrenzte Dienstleistung.
Eine Zielgruppe wird nicht dadurch gut, dass sie möglichst groß ist. Sie wird gut, wenn du ihre Lage verstehst und sie erreichen kannst. Beschreibe eine konkrete Person oder Unternehmensart: Was versucht sie zu erreichen? Wo stockt es? Was kostet dieses Stocken? Welche Sprache verwendet sie selbst? Je genauer du diese Welt kennst, desto natürlicher kann dein Angebot formuliert werden.
Am Ende dieser Woche entsteht keine komplizierte Unternehmensplanung. Du formulierst einen klaren Satz: Ich unterstütze diese Menschen dabei, dieses Ergebnis zu erreichen, indem ich diese Erfahrung und Vorgehensweise einbringe. Danach führst du erste Gespräche. Nicht um zu überzeugen, sondern um zu prüfen, ob Problem und gewünschtes Ergebnis tatsächlich stimmen.
DEINE BEGLEITUNG DURCH DIESE ETAPPE
Was sich in diesem Schritt entwickeln darf
Eine Geschäftsidee verbindet dein Können mit einem Problem, für dessen Lösung andere tatsächlich Unterstützung suchen. Die bloße Begeisterung für ein Thema reicht als Prüfung noch nicht aus. Du formulierst deshalb zunächst eine nachvollziehbare Vermutung über Nutzen und Zielgruppe.
So findest du in die Erfahrung
Gehe von konkreten Situationen aus, in denen du schon hilfreich warst. Was war vorher schwierig, was hast du beigetragen und was war danach anders? Wähle anschließend eine erreichbare Personengruppe. Schreibe beim Nutzenversprechen ausdrücklich dazu, welche Annahmen du noch in Gesprächen überprüfen musst.
Ein Beispiel zur Orientierung
Aus der allgemeinen Fähigkeit Organisation könnte entstehen: Ich unterstütze kleine Initiativen dabei, ihre wiederkehrenden Aufgaben und Zuständigkeiten übersichtlich zu ordnen. Ob sie gerade dieses Problem haben und dafür Unterstützung möchten, bleibt eine offene Frage, die du nicht durch schönere Formulierungen ersetzen kannst.